Auf zum letzten Gefecht

Film. Der Regisseur und Ex-Musikkritiker Cameron Crowe ("Jerry McGuire") erinnert sich noch einmal an die Siebzigerjahre - und an die letzte Schlacht um den wahren Rock 'n' Roll.

Kultur | Michael Loebenstein | aus FALTER 18/01 vom 02.05.2001

Schon die Eröffnungssequenz von "Almost Famous" legt es nahe, diese vierte Regiearbeit des amerikanischen Regisseurs, Autors und Produzenten Cameron Crowe als autobiografische Spurensuche zu lesen: Körnige, verwaschene Videobilder (ein mittlerweile durchaus konventionelles Indiz für "Erinnerung") tasten sich durch Stapel von Memorabilia - Konzerttickets, Poster, Plattencover und ein Notizbuch, in welches eine Hand den Titel des Films einträgt. Die Einleitung etabliert einen Erzähler, der die Vergangenheit vor und für uns "erfindet", indem er als Erzählung organisiert, was sich in der Erinnerung bloß als Haufen diskontinuierlicher Bilder und Eindrücke darstellt.

"Almost Famous" erzählt retrospektiv von einem entscheidenden Sommer im Leben des 15-jährigen William Miller (Patrick Fugit), einem introvertierten Rockaficionado mit journalistischen Ambitionen. Über die Bekanntschaft mit seinem Idol, dem legendären Musikkritiker Lester Bangs (dargestellt vom kongenialen Philip Seymour


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