Das Flugdach ist gelandet

Architektur. Hans Holleins siegreicher Entwurf für den Albertina-Anbau ist nicht der beste. Und dass Erich Steinmayr und Friedrich Mascher, die eigentlichen Architekten der neuen Albertina, an dem Wettbewerb gar nicht erst teilnahmen, ist mehr als seltsam.

Kultur | Jan Tabor | aus FALTER 18/01 vom 02.05.2001

Der Albrechtdürerhase, der Egonschielekopf und ein Stillleben mit Krug leuchten bereits der neuen ruhmreichen Zeit entgegen. Die drei briefmarkengroßen Reproduktionen hat Hans Hollein in die Präsentationsdarstellung seiner neuesten Flugdachkreation geklebt. Sie sollen jene drei großen Leuchtkästen versinnbildlichen, die bald den neuen Eingang zum alten Eingang ins neue Foyer der Graphischen Sammlung Albertina albertinamäßig markieren. Darüber schwebt ein Dach aus Titan. Kein titanischer Entwurf.

Ob die drei Lockbilder als altmodische, aber preiswerte Rückprojektionen oder kostspielige, aber zeitgemäße LED-Displays leuchten werden, hängt letztlich davon ab, wie viel vom knappen Budget für die baukünstlerische Aufmerksamkeitsausstattung übrig bleibt. Vorhanden sind 19 Millionen, die von den Wiener Bauunternehmern Hanno und Erwin Soravia kommen.Sie haben auch den Wettbewerb gesponsert - wahrscheinlich einer der merkwürdigsten in der an merkwürdigen Wettbewerben reichen Wiener


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