Tuckern am Donaukanal: "Gespieben hat erst einer"

Stadtleben | Julia Ortner | aus FALTER 18/01 vom 02.05.2001

Das Holzboot schwankt. Gerade ist ein Kreuzschiff elegant an dem tuckernden Schinakel vorbeigezogen - das Kielwasser wirft das 30-Mann-Boot hin und her. Kein Grund zur Sorge für Menschen mit schwachem Magen. "Bisher hat erst einer ins Wasser gespieben", meint Bootsführer Stefan Schöner gut gelaunt. "Und der hat einfach zu viel getrunken." Ein guter Schmäh an Bord ist wichtig, um die Passagiere bei Laune zu halten: Das weiß Schöner, seitdem er einer der Bootsführer des 1. Wiener Bootstaxis ist.

Seit sechs Jahren tuckert das klassische Schinakel am Donaukanal auf und ab. Damals hatten die Hobbysegler Hans Litschauer und Peter Treiber die Idee, Freizeitspaß mit Geldverdienen zu verbinden: Seitdem befördert das Bootstaxi Wasser- und Naturfreunde in der warmen Jahreszeit einmal täglich von der Anlegestelle an der Salztorbrücke Richtung Lobau und retour - als Kooperation mit der Stadt. Mittlerweile gibt es insgesamt fünf Segelfreunde, die sich an dem Bootstaxi beteiligt haben. Die


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige