"Tod oder lebendig"

Fall Ebergassing. Bassam Al Taher, der angebliche "dritte Mann" beim Sprengstoffanschlag von Ebergassing, wurde in Mexiko festgenommen. Doch die Anklageschrift wirft mehr Fragen auf, als sie Antworten gibt.

Politik | Leo Gabriel | aus FALTER 19/01 vom 09.05.2001

Einer der meistgesuchten Verbrecher Österreichs ist gefasst! In den Abendstunden des 11. April 1995 hatte der von der PLO ausgebildete Wiener versucht, sein wohl spektakulärstes Verbrechen zu verüben." Mit diesen Worten beschrieb die Kronen Zeitung am 14. April dieses Jahres die Festnahme von Bassam Al Taher, der sechs Jahre lang in Zusammenhang mit dem missglückten Sprengstoffanschlag auf einen Strommasten in Ebergassing steckbrieflich gesucht worden war. Auch internationale Nachrichtenagenturen hatten keine Skrupel, "einen der fünf laut Interpol meistgesuchten Männer der Welt" vorzuverurteilen.

Doch ein Blick in die Strafanzeige gegen Al Taher lässt Zweifel an der Version der Medien aufkommen: Denn der Akt "Ebergassing" wirft mehr Fragen auf, als er Antworten bietet.

Rückblende. Mitte 1995 findet die Polizei die zwei verkohlten Leichen von Gregor Thaler und Peter Konicek, die bei einem versuchten Sprengstoffanschlag auf einen Strommasten im niederösterreichischen Ebergassing ums


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