Ö-HA!

Hochschülerschaft. Nächste Woche wählen die Hochschüler ihre Vertretung. Gegen die Studiengebühren - das Schlimmste, was Hochschulpolitikern passieren kann - konnte sich die Hochschülerschaft nicht wehren. Wer braucht die ÖH dann eigentlich noch?

Politik | Eva Weissenberger | aus FALTER 19/01 vom 09.05.2001

Der Apfel war nicht vergiftet. Er war nur sauer. Elisabeth Gehrer verputzte den Apfel,den ihr Martin Faißt mitgebracht hatte, dennoch mit Genuss. Dann diskutierte die Bildungsministerin eine Stunde lang mit dem ÖH-Chef. Und blieb auf Parteilinie: 5000 Schilling Studiengebühr ab dem kommenden Wintersemester.

Der Apfel war nicht vergiftet. Aber ungewaschen. Doch seit jenem Abend Ende September ist Faißt von der bürgerlichen Aktionsgemeinschaft (AG) bei der studentischen Opposition mindestes so verschrien wie die Stiefmutter im Märchen. "Beim Reden kommen die Leut zamm", erklärte Faißt, warum er Gehrer und am nächsten Vormittag dann gleich noch Bundeskanzler Wolfgang Schüssel besuchte. Die roten und grünen Studenten witterten hingegen "Verrat!" Der Vorarlberger Faißt hätte sich "mit seiner Landsmännin und Parteifreundin Gehrer zum Kaffeekränzchen getroffen", ätzt Andrea Mautz, Spitzenkandidatin der sozialistischen Studenten (VSStÖ) bei den ÖH-Wahlen vom 15. bis 17. Mai: "Das


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