Da warens nur noch ...

Spitzelaffäre. Nun wurden auch die Verfahren gegen die FPÖ-Politiker Schnell und Naderer eingestellt. Der Kronzeuge, Schnells Sekretär, hätte nur "vage Angaben" gemacht. Akten beweisen das Gegenteil.

Politik | Florian Klenk | aus FALTER 19/01 vom 09.05.2001

Der eine hatte den Ermittlern der Wirtschaftspolizei "Gestapo-Methoden" vorgeworfen. Der andere wurde kurzfristig vom Dienst suspendiert. Der freiheitliche Salzburger Obmann Karl Schnellund der FPÖ-Abgeordnete und Polizist Helmut Naderekönnen nun wieder aufatmen. Die Spitzelaffäre ist für sie beendet. Die Staatsanwaltschaft Salzburg hat das Verfahren gegen die Politiker eingestellt. Wieder ohne öffentliche Verhandlung. Genauso wie die Prozesse gegen Jörg Haider und Ewald Stadler in Wien.

Auch in Salzburg läuft einiges merkwürdig. Denn es gibt - neben Josef Kleindienst - einen zweiten Zeugen, der die zwei Politiker schwer belastet. Der Mann ist auch nicht irgendwer. Christian W. war Chauffeur des Kärntner Landeshauptmannes Jörg Haider und Sekretär von Landesparteiobmann Karl Schnell. Doch seine Aussagen, so versichert nun Werner Pürstl, Sektionschef im Justizministerium, seien nur "vage gewesen". Die umfangreichen Ermittlungen hätten "zu wenig Konkretes" ergeben, um eine Anklage


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