Hand- und Mundwerker

Journalistenausbildung. Journalismus ist in Österreich noch immer ein Beruf ohne (Aus-)Bildung

Andy Kaltenbrunner | Medien | aus FALTER 19/01 vom 09.05.2001

Der Redakteur hat resigniert: "Niemand hat so wenig Einfluss auf die Zeitung wie die Leute, die sie schreiben und redigieren. Diese Leute sind Privatangestellte geschäftlicher Unternehmungen, nichts anderes wie Bankbeamte, Warenhausverkäufer oder Fabrikchemiker".Kein Wunder allerdings, denn: "Sie dürfen keine Charaktere sein, das wäre störend; man fordert nur fachliche Routine von ihnen".

Kurt Eisner, langjähriger Journalist, Sozialist gutbürgerlicher Herkunft und Bayerns erster Ministerpräsident (bis zu seiner Ermordung 1919) schrieb diese Charakterisierung der Medienmacher als Schalterbeamte für schnelle Serviceleistungen im Jahr 1914.

In Eisners Heimat wurde Journalistenausbildung 1949 erstmals professionalisiert. Da begann ein zweijähriger Lehrgang für 20 Jungredakteure, mit "eingehenden theoretischen" Studien und "aktiver Mitarbeit" in einer Zeitungsredaktion sowie Unterricht in einer Fremdsprache. Daraus entstand die immer noch aktive und renommierte "Deutsche Journalisten

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