Schluss mit schwierig

Musik. Der elektronische Vorwärtsdenker Matthew Herbert hat ein überraschend zugängliches Album mit Körpergeräuschen produziert.

Kultur | Robert Rotifer | aus FALTER 19/01 vom 09.05.2001

Es klingt nach einem schwer verdaulichen Rezept: Ein eigenbrötlerischer Außenseiter der britischen Elektronikszene macht ein Album, das auf Körpergeräuschen basiert, von einer krabbelnden Maus über den menschlichen Stoffwechsel bis zu einer Augenoperation. Aber wer "Bodily Functions" hört, wird erleichtert feststellen, dass natürlich auch die artikulierte, melodiöse Stimme der Sängerin Dani Siciliano zu den Körpergeräuschen zählt. Und dass neben dem Glucksen der Organe eine Menge akustischer Instrumente ihren Weg auf die Platte gefunden haben.

Als Matthew Herbert kürzlich beim letzten "Sleazy Listening"-Event in der Kunsthalle aufspielte, überraschte so manchen die groovige Gefälligkeit der Band, die der unberechenbare Soundbastler mit nach Wien gebracht hatte. Als Herbert, Dr Rockit und Radio Boy war der ehemalige Weggefährte des Aphex Twin und Freund von Pulsinger/Tunakans Wiener Cheap-Label bisher im Niemandsland zwischen dem House-Universum und experimentelleren, abstrakten


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