Im Namen von Oberst Rupf

Polizei. Alfred "Django" Rupf, Coverboy der Zeitschrift "Das Beste", Seitenblicker par excellence und berühmt-berüchtigter Kieberer am Flughafen Schwechat, tritt in den Ruhestand.

Stadtleben | Wolfgang Paterno | aus FALTER 19/01 vom 09.05.2001

Und plötzlich ist er da. Und plötzlich sitzt er im Halbschatten der Autobahnraststätte Großram. Samstag, zehn Uhr vormittags, die Sonne strahlt, das Leben ist schön. Autobahnraststätte Großram, ein wenig außerhalb von Wien: Keine Agenten böser Mächte sind in Sicht, die Bombenleger, die Waffenhändler, die Drogenschmuggler schlafen noch. Der Mann, dessen Metier jahrzehntelang das gefinkelte Tarnen und gewiefte Täuschen war, ist plötzlich da, aufgetaucht aus dem Halbschatten, im Halbschatten sitzend; Alfred Rupf trifft man nicht irgendwo, Alfred Rupf trifft man im Niemandsland.

Tarnen und Täuschen: Alfred Rupf, 62, seit kurzem pensionierter Oberst und ehemaliger leitender Kriminalbeamter am Flughafen Schwechat, könnte auf den ersten Blick ein etwas ältlicher Filialleiter einer Tiefkühlkette oder der barocke Inhaber eines Ausschanks in einem Tennisklub sein. Alfred Rupf ist heute aber der pensionierte Oberst Rupf, Dienstzeugnis: hervorragend. Insgesamt 43 Jahre bei der Polizei,


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige