Nur kein Zoo

Museum im Grätzl. Exponate aus städtischen Museen, die sonst nur im Depot verstauben. Ein Grätzl, das viele nicht wirklich kennen: Mit dem "Unternehmen Capricorn" wird das Karmeliterviertel zum Ausstellungsort.

Stadtleben | Julia Ortner | aus FALTER 19/01 vom 09.05.2001

Schlammgrau, drei Meter lang, mit einem komischen Bart: Schön ist er nicht gerade, der Hausen. Der ausgestopfte Fisch starrt durch das Schaufenster des leer stehenden Geschäfts in der Leopoldgasse 51. Hier, rund um den Karmelitermarkt, sind bis Ende Juni zehn Dependancen städtischer Museen in leer stehende Geschäftslokale gezogen. Und präsentieren im Rahmen des Ausstellungsprojekts "Unternehmen Capricorn" Exponate in den sonst leeren Schaufenstern, die bislang der Öffentlichkeit verborgen geblieben sind und einen Bezug zur Geschichte des Karmeliterviertels haben. Skurrile Ausstellungsstücke, die in den Depots vor sich hinstauben, weil es keinen geeigneten Rahmen gibt, um sie zu präsentieren.

Wie der Hausen, der aus der Dependance des Naturhistorischen Museums vis-a-vis vom Karmelitermarkt glotzt. Weil der Fisch, der mit der Donauregulierung ausgestorben ist, hier seine Laichplätze hatte. "Der Hausen erzählt auch die Geschichte des Flusses", meint "Unternehmen Capricorn"-Projektinitiator


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