Hero der Woche: S. Riess-Passer

Politik | aus FALTER 20/01 vom 16.05.2001

Wir bleiben dabei: Repräsentanten der FPÖ, allen voran Jörg Haider, legen immer wieder eineninakzeptablen Umgang mit Österreichs nationalsozialistischer Vergangenheit an den Tag. Umso mehr fällt es auf, wenn ein freiheitlicher Politiker endlich auch einmal ausspricht, was längst Common Sense sein sollte, leider aber nicht ist: "Österreich hat es sich besonders leicht in seinem Umgang mit der Vergangenheit gemacht, indem wir uns zum ersten Opfer Hitlers erklärten." Gesagt hat diesen Satz die freiheitliche Vizekanzlerin Susanne Riess-Passer, die sich damit in der eigenen Partei wohl mehr Feinde als Freunde gemacht hat. Riess-Passer stellte auch klar, dass Österreich Verantwortung für NS-Verbrechen trage und übernehmen müsse. Bleibt zu hoffen, dass ihr Geschichtsverständnis in der FPÖ Schule macht,etwa bei Generalsekretär Peter Sichrovsky, der immer noch der Opferthese anhängt. Sonst wird der blaue Hero eine Eintagsfliege bleiben.


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige