Wienzeug

Politik | aus FALTER 20/01 vom 16.05.2001

FamCops Es verheißt nicht unbedingt immer Spaß, wenn die Mutter sagt: "Es gibt Reis, Baby." Ein Satz wie dieser von Helge Schneider kann auch ein vereinbarter Code zwischen Mutter und Kind sein, der bedeutet: "Geh lieber zu den Nachbarn, denn der Vater ist schlecht gelaunt." Und das heißt in zu vielen Familien wiederum: Dann schlägt er womöglich zu. Diese Codes und ähnliche Tricks werden geschlagene und misshandelte Wienerinnen bald von den "FamCops" lernen können. Spätestens im Herbst soll die Zusatzausbildung für Polizistinnen starten. Die Beamtinnen, die "FamCops", werden dann bedrohte Frauen beraten und bei Einsätzen vermitteln und helfen. Frauenstadträtin Renate Brauner wünscht sich mindestens zwei FamCops pro Gemeindebezirk. "Das ist aber kein Ersatz dafür, dass alle Polizisten für den Umgang mit Gewalt in der Familie geschult sein müssen", sagt Brauner, die sich diese Idee aus den USA abgeschaut hat: "Denn das ist leider eines der Haupteinsatzgebiete der Exekutive."


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