Fernsehen

Medien | Julia Ortner | aus FALTER 20/01 vom 16.05.2001

Zuerst das verstörendste Ereignis der heimischen Fernsehwoche: Der aggressive Prolet Alex hat Helikopterpilot Jürgen aus dem Kutscherhof geworfen. Skandalös, dass damit der einzige Vorarlberger, der noch dazu der einzige echte Kerl unter den "Taxi-Orange"-Buben war, aus dem Spiel flog. Und schlimm, dass die österreichischen Teenager anscheinend für einen charakterschwachen und latent gewaltbereiten Typen wie Alex stimmen, der sich vom ORF als Vorzeige-Exhäftling verkaufen lässt. Traditionell noch schlimmer war da nur der Songcontest, der mit dem FM4-Kommentar Grissemanns und Stermanns natürlich schon wieder lustig wurde. Obwohl die beiden Herren schmähmäßig nicht auf Hochtouren liefen, boten sie eine würdige Leistung. Telegene Kandidaten wie der Norweger mit der wüsten Mimik ("Norwegen ist das erste Land, das einen Serienkiller schickt") oder der lustige Russe ("in Russland haben sie wenig Geld und diese billigen Drogen") haben es ihnen nicht schwergemacht. Lobenswert war auch, wie sie die "Taxi Orange"-Einspielung - Kandidat Martin durfte Songcontest spielen - gnadenlos abwürgten.


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