Streifenweise

Kultur | Drehli Robnik / Michael Loebenstein | aus FALTER 20/01 vom 16.05.2001

Die Mumie" war 1999 ein Überraschungserfolg und als Neuauflage von "Indiana Jones"-Abenteuern (samt upgrading in Sachen Tricks und downgrading in Sachen Humor) ein leidlicher Spaß. "Die Mumie kehrt zurück" setzt nun ganz auf das Kinderfilm-Potenzial der Fantasy- und Ausstattungsromantik: Turbulenz ist Pflicht, Action alterniert mit noch mehr Action, digitale Effekte sind von computerspielartigerBeliebigkeit, aber dafür häufig, und manche der Gags funktionieren sogar. Inmitten einer Unzahl von Handlungsfragmenten und Figuren stolpern auch die Publikumslieblinge aus Teil eins durch Dünen und Tempel, allen voran Brendan Fraser und Rachel Weisz - diesmal mit Sprössling - und der luschtige John Hannah in seiner Traumrolle als junger Alois Mock mit Bauernbund-Frisur.

"Nerds", "Geeks" und "Phreaker" - Anglizismen, die die Karriere des Computers von seinen Ursprüngen in der EDV bis ins Zeitalter des WWW begleitet haben. electronic kindergarten, die zweite Großveranstaltung von [d]vision - International Festival for Digital Culture, setzt vom 18. bis 26. Mai im WUK jener (jugendlichen, männlichen) Alltagskultur ein Denkmal, die in der noch jungen Mythologie der IT-Branche als deren Urahn gilt: Bastler, Cracker und game addicts sowie deren Gerät. Das eigentümliche Verhältnis jener "Subkulturen" zu Papa Staat und Gott Mammon wird wohl auch Gesprächsthema der zahlreichen Diskussionen sein (immerhin bezeichnet sich der reichste Mann der Welt selbst gern als Nerd). Ergänzend dazu ermöglicht eine Filmreihe im Schikaneder wiederzuerleben, was man damals im Kino so mochte: Filme wie "Tron" (1982) oder "Wargames" (1984) und natürlich "Star Wars": Ein Kinoabend ist ausschließlich den verschiedenen, von Fans in liebevoller Kleinarbeit hergestellten Hommagen und Parodien auf diesen Klassiker gewidmet. (Programm unter www.division.at bzw. www.schikaneder.at)


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