Segafretto

Neues Lokal. Nachdem die Fließband-Espressi von Segafredo die Stadt überzogen haben, steht nun ein neuer Kandidat in den Startlöchern.

Stadtleben | Florian Holzer | aus FALTER 20/01 vom 16.05.2001

Das epidemische Auftreten von Konzept-Espressi dürfte ein gesellschaftliches Phänomen unserer Zeit sein: In Amerika sperrt kein Laden mehr zu, ohne im Handumdrehen durch ein "Starbuck's" ersetzt zu werden, hierzulande nimmt das Segafredo-Espresso einen ähnlichen Stellenwert ein. Vor ungefähr zwölf Jahren begann die Erfolgsgeschichte am Graben, wo Schick und Mick bei Espresso und Campari ihre neuen Sonnenbrillen und Handys zur Schau stellten, seitdem wurde das Konzept der rot-schwarzen Cafe-Bar in Wien schon mindestens zwanzigmal geklont.

Aber nicht nur von Segafredo selbst, sondern auch von anderen, mehr oder weniger keck und mehr oder weniger gut, immer nach demselben Strickmuster: Tische aus poliertem Niro-Stahl, möglichst prominente Unterbringung der Farben Rot und Schwarz, Bar mit funkelnden Kaffeemaschinen, Chrom, Tramezzini. Eines der jüngsten Modelle dieser Kategorie befindet sich auf der Rotenturmstraße und heißt "rosso & nero". Tatsächlich wurde das Innere dieser Cafe-Bar,


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