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Jugendkultur. Die Love Parade bekommt Konkurrenz. Die Veranstalter einer Alternativ-Demo fordern mehr Inhalt und weniger Kommerz.

Stadtleben | Thomas Prlic | aus FALTER 20/01 vom 16.05.2001

Am Anfang war die Politik: Nicht ganz zufällig fand die erste Wiener "Free Party" vor sieben Jahren am Vortag der Nationalratswahl statt. Seit letztem Jahr heißt die Großdemonstration nach Berliner Vorbild auch in Wien "Love Parade". "Mit dem ursprünglichen Gedanken hat das heute aber nichts mehr zu tun", ist nicht nur Jogi Neufeld, DJ und Veranstalter des Sub-Clubs im Flex, überzeugt. Auf Initiative der Gruppe Volkstanz, die wöchentlich am Heldenplatz mit DJ-Musik "Soundpolitisierung" betreibt, soll deshalb heuer erstmals eine Parallelkundgebung zur Love Parade stattfinden.

"Eventmarketing-Firmen vereinnahmen hier die Jugendkultur", meint auch Konrad Becker, Volkstanz-Aktivist und Public-Netbase-Chef. Als Gegenveranstaltung zur Love Parade will er die geplante Demo - ihre Teilnahme haben bereits 17 Soundsystems, unter anderem der Dub-Club, Wicked oder Flex zugesagt - aber nicht verstanden wissen, denn: "Wir sind die eigentliche Veranstaltung." Schließlich habe schon die erste Free


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