Zeigs den Hosenscheißern!

Porträt. FPÖ-Generalsekretär Peter Sichrovsky ist nicht nur "Haiders Jude", sondern auch sein bester Verbündeter im Spiel mit dem Antisemitismus. Seine Wortmeldungen würden jeden anderen Politiker das Amt kosten.

Politik | Florian Klenk und Nina Weissensteiner | aus FALTER 21/01 vom 23.05.2001

Der Jüdische Weltkongress ist ein "nicht-arisches Rumpelstilzchen". Dessen Bericht über Rechtsextremismus in Österreich im "Stürmer-Stil" abgefasst. Die Restitution an Opfer des Nationalsozialismus begrüßt er, aber bitte, so mahnt er, "keine Zahlungen an irgendwelche absurden jüdischen Organisationen". Die Mitglieder der Historikerkommission, welche die Hintergründe der Arisierungen wissenschaftlich aufklären sollen, nennt er "Berufsjuden". Die Kundgebungen gegen die Regierung erinnern ihn "an den Jubel auf dem Heldenplatz nach dem Einmarsch der Deutschen". Und der Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde Wiens? "Ein Idiot, ein aggressiver, zorniger Mensch, der ungeheuer geizig ist und ungeheuer reich wird." Außerdem "vertritt er nicht die Interessen der Österreicher, da er in Israel geboren wurde".

So spricht der Generalsekretär der größten Regierungspartei Österreichs. "Als Jude", betont Peter Sichrovsky in nahezu jedem Interview, "habe ich das Recht, nicht nur als Opfer


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