Thank you for the music

Festwochen-Tanz. Dass Theater und Musik gut zusammenpassen, ist nichts Neues. Aber selten passen sie so gut zusammen wie in "The show must go on!", dem neuen Stück von Jerome Bel.

Kultur | Helmut Ploebst | aus FALTER 21/01 vom 23.05.2001

Wer erinnert sich noch an die "Westside Story"? Liebe, Kampf und Leidenschaft, das Versprechen unverbrüchlicher Werte zwischen dir und mir; das Schauspiel ist eng an den Tanz geschmiegt, die Musik gleitet herzinnig ans Gemüt: "Tonight, tonight ..." Wer weiß, wie viele von uns die Folgen eines gemeinsamen "Westside Story"-Besuchs unserer Eltern sind. Mit "Tonight" aus Leonard Bernsteins unvergessener Feder beginnt auch Jerome Bels aktuelles Stück "The show must go on!".

Anfänge sind herrliche Momente im Theater: Das Licht weicht langsam einer aufregenden Finsternis; wir wissen noch nicht, was uns erwartet, beinahe alles scheint möglich, und in unseren Köpfen öffnen sich imaginäre Vorhänge. In dieses große Dunkel rauschen jetzt Melodie und Stimmen von "Tonight", und in unserer Erinnerung tauchen ungestört - denn draußen bleibt es dunkel - Maria und ihr Herzensmann auf, wie sie einander todromantisch ansingen. Die Nummer ist zu Ende, es ist immer noch finster, eine neue Nummer


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