Nestroy, kaleidoskopisch

Literatur. Ein guter Einstieg ins Nestroy-Jahr: Walter Schüblers fragmentarische Biografie und die von Reinhard Urbach gesammelten "Stich- und Schlagworte".

Kultur | Wendelin Schmidt-Dengler | aus FALTER 21/01 vom 23.05.2001

Die Fülle der Gedenktage 2001 lässt eine Springflut von Gedenkliteratur erwarten: Nestroy, vor 200 Jahren geboren; Novalis, vor 200 Jahren gestorben; Horvath, vor hundert Jahren geboren; Verdi, vor hundert Jahren gestorben - nur um Herausragendes zu nennen. Die Verlage haben zu tun, die Autoren haben klare Terminvorgaben, die Teams für unzählige Symposien sind nominiert.

Nestroys Geburtstag fällt erst auf den 7. Dezember, aber es gibt bereits eine Reihe von Büchern. Und es fängt gut an: Walter Schübler bietet eine "Biographie in 30 Szenen", und das ist schon ein Programm, das von der Unmöglichkeit kündet, einem solchen Leben Geschlossenheit oder gar Sinn zuzuschreiben. Das Leben soll inszeniert werden, und bei der Lektüre hatte ich den Eindruck, ich würde ein gelungenes Feature hören, das als Rundfunkserie zweifelsohne Fortune machen würde. Denn Schübler bringt vor allem Stimmen zu Gehör - sei es die des Autors selbst, seien es verschiedene Zitate aus dem Werk, vor allem


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