Könige des Asphalts

Sport. Den Winter verbringen die "Bicycle Motor Cross"-Fahrer in Tiefgaragen, im Sommer sind sie am Heldenplatz und in Schönbrunn zu sehen: Wiens BMX-Fahrer sind die wahren Urban Heroes.

Stadtleben | Klaus Stimeder | aus FALTER 21/01 vom 23.05.2001

Am Anfang stand der Außerirdische. Millionen Menschen ließen sich Anfang der Achtzigerjahre von einem dürren, faltigen Wesen aus dem All rühren, das verzweifelt versuchte, nach Hause zu telefonieren. Als Jürgen Maier, damals neun Jahre alt, "E.T." sah, ahnte er nicht, dass der Blockbuster von Steven Spielberg sein Leben nachhaltig beeinflussen würde. Nein, Astronom ist Maier nicht geworden, auch nicht Raumfahrer. Die Szene, die den heute 27-Jährigen am meisten beeindruckte, war in höchstem Masse irdisch. Es handelt sich um jene Sequenz, in dem E.T. von seinen kindlichen Verbündeten vor den erwachsenen Häschern, die ihm ans extraterrestrische Leder wollen, gerettet wird - auf Rädern. Genauer: auf BMX-Rädern.

Der BMX-Boom jener Zeit ist längst Geschichte, aber der Enthusiasmus von Menschen wie Jürgen Maier, der seit E.T. nicht mehr von den zweirädrigen Ultrastabilos loskam, retteten den Kult ins nächste Jahrtausend hinüber. Für den Besitzer von "Speed Unlimited", dem einzigen


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