Auf gehts: Zerschlagen!

Seinesgleichen geschieht. Eine Novelle zum Kartellrecht stellt in Aussicht, Konzerne könnten allenfalls "entflochten" werden.

Vorwort | Armin Thurnher | aus FALTER 22/01 vom 30.05.2001

Die alte Zeder in Kanzler Kreiskys Garten, lesen wir,überschattete die Schmetterlingsjagd von 700 Journalisten, die nach jener Atmo haschten, die sie selbst um Kanzler Schröder herum herstellen sollten. Anderntags lasen wir Berichte darüber, wie das Gedränge der Fotografen in Andre Hellers voll kunstvoller Wiener Innenstadtwohnung, wo Gerhard Schröder die österreichische Intelligenz traf, bedrohliche Formen annahm. Es soll dort zu einem allseitigen "Die sind ja gar nicht so"-Erlebnis gekommen sein, was doch das Schönste ist, das man von solchen Treffen sagen kann.

Damit hatten die Roten die Scharte jener philosophischen Mittagstische wieder ausgewetzt, zu denen Kanzler Schüssel in der Sanktionszeit Eierköpfe seiner Wahl geladen hatte, ebenfalls mit zugezogenen Berichterstattern, nur halt vom anderen Ufer des Jordans. Das Genre des intellektuellen Hintergrundgesprächs mit zur Vertraulichkeit halb verpflichteten Journalisten stellt eine wunderbare Bereicherung des halböffentlichen


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