Was war/kommt/fehlt

Politik | aus FALTER 22/01 vom 30.05.2001

Was war: Tarifstreit um Wiener Linien Manche Grüne und Rote im Rathaus sind offenbar so eng miteinander, dass sie vertrauliche Papiere austauschen. Der Grüne Klubobmann Christoph Chorherr behauptet jedenfalls, dass laut einem SP-internen Konzept eine Tariferhöhung bei den Wiener Linien anstünde. Im Zuge der Euro-Umstellung solle der Einzelfahrschein statt bisher 19 künftig 21 Schilling, eine Monatskarte statt 560 bald 620 Schilling kosten. Verkehrsbetriebe-Stadtrat Sepp Rieder dementiert: "Die Wiener Linien planen keine Tariferhöhung." Vorerst. Im Sommer allerdings, so Rieder, könnte es wegen der Umstellung auf den Euro zu "Tarifanpassungen" kommen.

Was kommt: Wien beseitigt Kriegsschäden Im neuen 100-Punkte-Programm der Wiener SPÖ findet sich manch kühne Ankündigung (siehe auch Seite 8). Zum Beispiel: Die Stadt soll sich "an der Beseitigung der Kriegsschäden in allen Balkanstaaten zum Wohle der arg geprüften Bevölkerung beteiligen". Und auch zum Wohle Wiens. Die zerstörte Brücke im jugoslawischen Novi Sad etwa behindert den Donauverkehr; Wiener Gelder sollen nun zum Wiederaufbau beitragen. Ist die Donau in der Vojvodina dann wieder gut passierbar, wird die Gemeinde ausrangierte Busse und Straßenbahnen nach Belgrad verfrachten.

Was fehlt: 17.600 Fachkräfte Jetzt hat es die FPÖ zum x-ten Mal schwarz auf weiß - und zwar nicht von "Gutmenschen", "Kerzerlmarschierern" oder anderen "linken Umvolkern" aufbereitet. 17.600 Fachkräfte fehlen der österreichischen Wirtschaft, belegt eine von Wirtschaftsminister Martin Bartenstein (ÖVP) vorgestellte Studie. Die größte Nachfrage herrscht nach Computerexperten, aber auch Schlosser und Kfz-Mechaniker werden gesucht. Bartenstein will deshalb zusätzliche Arbeitsbewilligungen für Ausländer ausstellen - allerdings nur befristet. Die FPÖ steckt wie gewohnt den Kopf in den Sand und sagt Nein. Was nicht sein darf, kann nicht sein.


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