Rotes Wunschkonzert

SPÖ. Wählen ab 16, Techno-Zentrum St. Marx, 25.000 neue Niedrigenergiewohnungen, Südostumfahrung, Ausländerwahlrecht allerdings nur auf Bezirksebene: Die Wiener Stadtregierung präsentierte ihr 100-Punkte-Programm für die nächsten fünf Jahre mit vielen frommen Wünschen an den Bund.

Politik | Gerald John und Eva Weissenberger | aus FALTER 22/01 vom 30.05.2001

So einfach geht das: "Ja, ich will Mitglied der Sozialdemokratischen Partei Österreichs werden. Bitte senden Sie mir Informationen zu." Ankreuzen, unterschreiben, frankieren, und ab die rote Postkarte. Vor zweieinhalb Jahren stellte die SPÖ noch verschämt "Teams für Wien" zusammen, um neue Mitläufer zu rekrutieren. Alles ganz unverbindlich, rein projektbezogen und so parteifern wie möglich. Doch seit der Wahl im März ist man als Roter wieder wer in Wien. Diese Woche inserierten die Rathaus-Sozis unverblümt im profil: "Wählen können Sie uns nur alle paar Jahre. Mitglied werden können Sie immer."

Die SPÖ will sich dafür auch nicht lumpen lassen: "100 Projekte für die Zukunft Wiens" sollen die Stadt zum Erblühen bringen. Mastermind dieses Katalogs ist der neue Planungs- und Verkehrsstadtrat Rudolf Schicker, der schon federführend am Wahlprogramm, den "Visionen 2010", mitgeschrieben hat. Bei ihrer jährlichen Klubklausur vergangenen Dienstag segnete die SPÖ das Regierungsprogramm


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