Rotes Wunschkonzert/Schröder in Wien: Die Genossen vom Boss

Politik | Eva Weissenberger | aus FALTER 22/01 vom 30.05.2001

Gerd streichelt Pferd. Solche Bilder mag der deutsche Bundespressedienst. Also hält der deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder Samstagmittag vor dem Cafe Central in der Wiener Innenstadt einen Fiaker auf und tätschelt den Gaul. Die Touristen aus Tübingen, die im Fiaker sitzen, kreischen. Der Kanzler sagt: "So schön kann Wien sein."

Ein anderes Foto verhindern Schröders Pressemitarbeiter: Das Bundeskanzleramt, wo Schröder mit seinem österreichischen Kollegen Wolfgang Schüssel das Mittagessen hinuntergeschlungen hat, liegt direkt gegenüber der Hofburg, wo Schröder hinterher Bundespräsident Thomas Klestil zum Kaffee treffen soll. Nur wenige Meter Luftlinie voneinander entfernt. Trotzdem macht Schröder auf dem Ballhausplatz einen großen Bogen. Denn Demonstranten haben mitten auf dem Platz ein "Widerstands"-Transparent entrollt. Das passt dann doch nicht ins Bild.

Schröder trifft sich nur mit dem gepflegten Widerstand. Um seine Distanz zu Bundeskanzler Schüssel, dem sein "Arbeitsbesuch"


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