"Das Glas ist halb voll"

Grüne. Halbzeit für Rot-Grün in Deutschland: Kerstin Müller, Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag, über Ähnlichkeiten mit der FPÖ, die Angst der Sozialdemokraten vor mehr Zuwanderung und den Mehltau der Ära Kohl.

Politik | Gerald John und Eva Weissenberger | aus FALTER 22/01 vom 30.05.2001

Macht oder Ideologie - diese Frage plagt die Grünen seit Jahrzehnten. Die deutschen Grünen ein bisschen mehr, die österreichischen mangels Regierungsbeteiligung ein bisschen weniger. Das kann sich jedoch einmal ändern. Deshalb waren von Parteichef Alexander Van der Bellen abwärts auch viele Funktionäre mit dabei, als das Institut für die Wissenschaften vom Menschen in Kooperation mit der grünen Bildungswerkstatt eine Nachhilfestunde bot. Zur Diskussion geladen war eine prominente Politikerin, die aus erster Hand über grüne Regierungsarbeit berichten kann: Kerstin Müller, Fraktionsführerin der Grünen im deutschen Bundestag.

Falter: Nach zwei Jahren in der Regierung - was bleibt von den deutschen Grünen?

Kerstin Müller: Eine ganze Menge. Wir haben den Einstieg in eine neue Energiepolitik geschafft und durch die eingetragenen Partnerschaften die weitgehende Gleichstellung der Lesben und Schwulen erreicht. Die Staatsbürgerschaft hängt nun davon ab, wo jemand lebt, und nicht davon,


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