Wienbild

Politik | aus FALTER 22/01 vom 30.05.2001

Der Mann rechts im Bild war ein so genannter "Schübling", wie sich Polizeipräsident Peter Stiedl nach dem Tod von Marcus Omofuma einmal ausdrückte. Vergangene Woche gab der Chinese Ma Haibin eine Pressekonferenz. Er behauptet, nach einem Selbstmordversuch verschnürt wie ein Paket und mit verklebtem Mund abeschoben worden zu sein. Die beschuldigten Beamten der Fremdenpolzei bestritten nicht alles: "Wir haben ihn mit einem Haftgurt um die Schultern und die Brust am Sessel fixiert", sagte einer. Die Staatsanwaltschaft Klagenfurt half den Polizisten weiter. Sie stellte das Verfahren ein, weil das Fesseln und Verkleben des Schubhäftlings "kein vorsätzliches Quälen oder Misshandeln" bedeutete.


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