Mediensplitter

Medien | aus FALTER 22/01 vom 30.05.2001

Kartellrecht Daran wird man ihn messen: Minister Böhmdorfer will rasch das Kartellrecht novellieren lassen, sodass es bei Verstößen auch rückwirkend angewendet werden kann. Die Gesetzesnovelle sieht vor, dass im Justizministerium ein Kartellanwalt und im Wirtschaftsministerium eine Bundeswettbewerbsbehörde eingerichtet werden. Beide sollen bei Wettbewerbsbeschränkungen von sich aus aktiv werden können. In den Senaten des Kartellgerichts und des Kartellobergerichts sollen zwar weiterhin Sozialpartner die Laienrichter stellen, diese sollen künftig aber nicht mehr die Mehrheit haben.

ORF-Gesetz Dienstag dieser Woche sollte der Entwurfdes ORF-Gesetzes den Ministerrat passieren, ebenso dessen Zwillingsentwurf, das Privat-TV-Gesetz. Bis zuletzt wurde zäh um jene Bestimmung gerungen, welche die Werbung von Printmedien im ORF einschränkt. Es folgen die Beratungen in den Ausschüssen des Parlaments, und die Serie von ORF-Enqueten, die die Regierung abhält, ist ebenfalls noch nicht beendet.

Auflagenkontrolle Die neue Ausgabe der Österreichischen Auflagenkontrolle ist soeben erschienen. In der ÖAK werden die Auflagen der meisten Printmedien verlautbart; diesmal nahmen nach längerer Pause auch die Medien der News-Gruppe teil. Gewonnen hat wie immer die Kronen Zeitung(887.673 verkaufte Stück; News kommt auf magere 274.212 Stück). Im Internet unter: www.oeak.at.

Der Titel ist nicht sexy. Nein, das kann man nicht behaupten. Aber in unserer Zeit, in der die Wirtschaft bekanntlich immer wichtiger und das wirklich Wichtige immer nebensächlicher wird, war ein Medium wie der "Wirtschaftsjournalist" wohl unumgänglich. Das Magazin fragt in seiner ersten Nummer nach Standesregeln (sollen Leute, die Kurse beeinflussen können,Aktien haben dürfen?) und bietet auch ein "Extra":die Angebote des Wirtschaftspresseclubs. Der "Wirtschaftsjournalist" erscheint imMedien Fachverlag Oberauer, Freilassing.


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