Presseschau

Medien | Eva Weissenberger | aus FALTER 22/01 vom 30.05.2001

Das ist wie bei Tina Turner. Ein allerletztes Mal geht es immer noch. Am Sonntag ließ sich Staberl zu einem weiteren "Abschiedsartikel" in der Kronen Zeitung hinreißen. Weil derzeit eine "Flut" von herzzerreißenden Briefen über ihn hereinbreche. "Ihr Abgang hinterlässt eine derartige Leere, die von niemanden aufgefüllt werden kann", seierte ein Leser aus Wien. "Sie sind für mich wie ein großer Heimatschriftsteller gewesen", meint ein Anonymus ergriffen. Auch der ehemalige SPÖ-Finanzminister Herbert Salcher schrieb an den "geistreichen, gleichermaßen empfindsamen und empfindlichen Kopf": "Ich erlebte in einer 'Privatdiskussion' hautnah Ihre Abneigung gegen Diktaturen im Allgemeinen und die Nazis im Besonderen. Ich lernte auch Ihre grundsätzliche Einstellung zu unseren jüdischen Mitbürgern und zum Staat Israel kennen. Deshalb wirkten Sie für mich glaubwürdig, als Sie Waldheim - wie immer man zu ihm stehen mag - gegen die Vorwürfe seiner Nazivergangenheit verteidigt und den Staat Israel wegen politisch unkluger oder wegen aus humanen Gründen unvertretbarer Handlungen kritisiert haben." Um es mit Staberl zu sagen: "Jetzt ist aber endgültig Schluss."


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