Kommentar: Mumok-Direktor Köb: Sieg des Favoriten

Kultur | Matthias Dusini | aus FALTER 22/01 vom 30.05.2001

Das Museum Moderner Kunst hat einen neuen Direktor: Edelbert Köb, Leiter des Instituts für Werkerziehung und Prorektor an der Akademie der bildenden Künste. Am vergangen Freitag gab Ministerin Elisabeth Gehrer ihre Entscheidung bekannt, den 59-jährigen Vorarlberger zum Nachfolger von Lorand Hegyi zu bestellen. Köb galt im wenig prominenten Kandidatenkreis als Favorit; die Entscheidung kam daher wenig überraschend.

Ungleich spannender verlief dagegen eine andere Bewerbung. Im November hatte sich Köb in letzter Sekunde aus der Wahl zum Rektor der Bildenden zurückgezogen, um dem Philosophen Boris Groys den Vortritt zu lassen. Verlierer sehen anders aus: Ausgelassen stieß Köb im Akademiebuffet auf den neuen Chef an. "Ich habe interessante Arbeitsangebote", erklärte er damals seine Heiterkeit. Der Schluss lag nahe, dass Köb schon damals über den Lauf informiert war, den die ministerial-musealen Dinge nehmen sollten.

Ab Jänner 2002 wartet nun der Posten des Mumok-Geschäftsführers


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