Der digitale Beach Boy

Musik. Christian Fennesz ist, sein grandioses neues Album "Endless Summer" beweist das einmal mehr, der begnadetste Wiener Elektronik-Musiker. Der "Falter" spielte dem Beach-Boys-Aficionado Platten vor und sprach mit ihm über harsche Sounds und Harmonie, Gitarren und Filmmusik.

Kultur | Sebastian Fasthuber | aus FALTER 22/01 vom 30.05.2001

Ein flüchtiger Blick auf Christian Fennesz' Plattensammlung enthüllt Unerwartetes: Der Hausgott der internationalen Elektronikszene hört nicht etwa, wie man vielleicht vermutet hätte, Noise-Musik aus Japan, sondern Neil Young - zumindest steht dessen Album "Zuma" in einer Kiste mit LPs ganz vorne. Bei näherer Betrachtung der Arbeiten des "Ars Electronica"-Preisträgers ist das dann aber gar nicht so verwunderlich. Zwar hat Fennesz bislang einigermaßen schwierige Kost veröffentlicht, doch machte sich in einzelnen Tracks immer schon ein deutlich spürbares Pop-Feeling breit, das sich an den Lieblingen des Musikers - wie eben Neil Young oder den Beach Boys - orientiert. Mit der großartigen neuen CD "Endless Summer" macht Fennesz nun einen weiteren deutlichen Schritt in Richtung Pop und Eingängigkeit.

Das Label Mego preist Fennesz' äußerst melodiöses Album als "die erste klassische Platte des 21. Jahrhunderts" an. Auf ihre sympathisch großspurige Art könnte diese Aussage sogar


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