Szene, Traum und Umbau

Festwochen-Musiktheater. Kein Grund zur Sorge: Im Theater an der Wien wurde Christian Ofenbauers "SzenePenthesileaEinTraum" uraufgeführt.

Kultur | Carsten Fastner | aus FALTER 22/01 vom 30.05.2001

Angst muss man vor "SzenePenthesileaEinTraum (1999-2000)" nicht haben. Obwohl der sperrige Titel des eben im Theater an der Wien uraufgeführten Stücks von Christian Ofenbauer durchaus dazu angetan ist, Bedenken aufkommen zu lassen; genauso wie die Tatsache, dass der Komponist sein Libretto nach Heinrich von Kleists Trauerspiel "Penthesilea" verfasst hat: Zeitgenössische Literaturoper? O Gott!

Nein, kein Grund zur Sorge. Der Titel mag daneben sein, letztlich spielt Adas aber keine Rolle. Auch die Lektüre von Kleist und anderen fundamentalen Werken zur griechischen Mythologie ist keine notwendige Voraussetzung für das Verständnis des Stücks. Vor allem aber ist "SzenePenthesilea" keine Literaturoper. Es ist sogar gar keine Oper im herkömmlichen Sinn: Die Sänger sind nicht einfach Gesangssolisten, vielmehr werden ihre Stimmen musikalisch "wie spezielle Instrumente behandelt" (Ofenbauer); von der Einheit der Handlung, des Ortes und der Zeit fehlt ebenso jede Spur wie von ariosen oder


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