Caravan of Broken Dreams

Film. Mit "Love Me" lässt Laetitia Masson die Realität hinter sich und beschließt ihre Trilogie über "Arbeit, Geld und Liebe".

Kultur | Michael Omasta | aus FALTER 22/01 vom 30.05.2001

Die erste Szene des Films ist auch gleich die beste. Sandrine Kiberlain tanzt in einem rosa Morgenmantel und mit Lockenwicklern im Haar über den Strand; aus dem Off hört man "Heartbreak Hotel"; und während Elvis davon singt, wie einsam er sich fühle - so einsam nämlich, dass er auch ebenso gut sterben könnte -, legt sie in Großaufnahme zwei Finger an ihre Schläfe und drückt ab.

"Love Me" ist die dritte gemeinsame Arbeit von Sandrine Kiberlain und der französischen Regisseurin Laetitia Masson, deren Trilogie über "Arbeit, Geld und Liebe" sie beschließt. Mit jedem Film verweigert sich Masson der außerfilmischen Realität ein Stückchen mehr: Von "En avoir (ou pas)" (1996) über "A vendre" (1997) bis eben "Love Me" (1999), in dem Masson nicht mehr auf soziales Engagement, sondern nur noch auf eine Wunschmaschine namens Kino setzt.

Es geht um eine junge Frau, die sich Gabrielle Rose nennt und, wann immer die Geschichte nicht mehr weiter geht, in Ohnmacht fällt. Rose sucht Liebe


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