Traut Euch

Wiener Ehe. Die Homosexuellen-Initiative Wien und die Grünen fordern sie. Die Hamburger Ehe ist ihr Vorbild. Bei der Wiener SP ist sie als Alibiaktion umstritten: Die Wiener Ehe, ein kommunales Modell der gleichgeschlechtlichen Partnerschaft.

Stadtleben | Julia Ortner | aus FALTER 22/01 vom 30.05.2001

Der 8. April 1999 ist für Deutschlands homosexuelle Community ein symbolträchtiger Tag. An diesem Tag beschloss Hamburg als erste Kommune im deutschen Sprachraum ein Gesetz, das lesbische und schwule Lebensgemeinschaften als Paare anerkennt - allerdings nur innerhalb der Stadt: die "Hamburger Ehe".

Auch in Wien wünscht man sich Hamburger Verhältnisse. Die Homosexuellen-Initiative (HOSI) Wien und die Grünen machen sich pünktlich zur Europride für das Modell "Wiener Ehe" stark. Ein Modell, das eigentlich nur Gleichstellungsmaßnahmen für homosexuelle Paare gesetzlich verankern würde, die seitens der Stadt schon freiwillig gewährt werden: Auskunftsrecht im Spital, Eintrittsrecht in Gemeindewohnungen, Pflegeurlaub bei Angestellten der Stadt, Jungfamilienförderung für lesbisch/schwule Partnerschaften. "Alles, was Eherecht betrifft - wie etwa Erbrecht, Mietrecht, Sozialversicherungsrecht - ist natürlich zu 99 Prozent Bundesrecht: Die ,Wiener Ehe' hätte also vor allem symbolische

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