Verkehrte Welt

Transgender. Maria hat lange Haare, zieht sich sexy an und geht für ihr Leben gerne shoppen. Sie ist ein Mann, fühlt sich aber als Frau. Zumindest sehr oft.

Stadtleben | Nina Horaczek | aus FALTER 22/01 vom 30.05.2001

Das Einzige, was dir passieren kann, wenn du als Mann in Frauenkleidern durch die Stadt rennst, ist, dass dich jemand anbrät", weiß Maria aus Erfahrung. Und wie man lästige Männer, die mit dem hübschen Mädchen flirten möchten, los wird, hat sie schon gelernt: "Ich sage ihnen, dass ich ein Mann bin." Stimmt ja auch. Denn Maria heißt eigentlich Gabriel und ist transgender. Dieser Begriff bezeichnet Personen, deren äußeres Erscheinungsbild nicht (immer) mit dem biologischen Geschlecht zusammenpasst. Maria ist manchmal Mann und sehr oft eine Frau. Seit etwa eineinhalb Jahren nicht mehr heimlich und nur alleine zu Hause, sondern wann und wo immer sie sich danach fühlt: Auf der Firmenfeier, in der Disco oder beim Einkaufsbummel auf der Mariahilfer Straße, die für sie "fast schon ein Treffpunkt für Transen ist, weil es dort so tolle Geschäfte gibt".

Sie hat schon immer gewusst, dass sie anders ist - hat heimlich die Kleider ihrer Mutter angezogen, sich Strumpfhosen gekauft und dann


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