Die Grottenbahn

Neues Lokal. Das Dubrovnik, seit ehedem Garant für fettes, stark gebratenes Essen in unvorstellbaren Dimensionen, wurde runderneuert und umbenannt.

Stadtleben | Florian Holzer | aus FALTER 22/01 vom 30.05.2001

Eigentlich ist der Heumarkt ja eine Halbinsel: Auf der einen Seite branden Wienfluss und Stadtpark; auf der anderen Seite verhindert die Schnellbahn-Schlucht den Austausch mit der Zivilisation, im Norden stellen die Klippen des City-Terminal, des Raiffeisen-Hauses und des Hilton unüberbrückbare Hindernisse dar, und die einzige Landbrücke zum Festland, Reisner- und Salesianergasse, sind karge Wüsteneien. In dieser Isolation überlebten eine Reihe kurioser Lokale, die an der Gastronomie-Evolution der übrigen Stadt nicht teilzunehmen schienen, das Dubrovnik war eins davon.

Schließlich lief der Pachtvertrag dieses Dinosauriers aber doch aus und die expansive Gattung der Salchenegger-Derenkos nützte ihre Chance: Das Dubrovnik wurde übernommen, das Salchenegger'sche Bierlokal- und das Derenko'sche Ausstattungsgen waren stärker. Die Folge: Kellner in krachledernen Gilets, eine Bar in Antikholz-Kupfer, das Gewölbe mit Rustikalität bis zum Abwinken, die George-Zamfir-CD. In zwei Bereiche


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