Liebe Leserin, lieber Leser!

Vorwort | Klaus Nüchtern | aus FALTER 23/01 vom 06.06.2001

Der publizistische Erfolg einer Zeitung bemisst sich nicht zuletzt an der Häufigkeit des Zitiert-Werdens. Zitationskartelle, zu denen sich Medien mitunter zusammenschließen (und gegen die kein Kartellrecht der Welt etwas vermag), wirken allerdings wettbewerbsverzerrend. Weswegen es als besonders seriöser Erfolgsnachweis gilt, wenn man zitiert wird, ohne genannt zu werden. Den Chimborasso des Erfolges hat man erklommen, wenn man zitiert wird, ohne genannt zu werden und der Zitierende gar nicht weiß, wen und dass er zitiert hat. Sind Sie noch da? Gut. Ab sofort wird es nämlich ganz einfach und klar: Das vom Falter vor Jahren anlässlich der Gründung eines Montagsmagazines erfundene Wort "Formil", dessen zwei Komponenten seinerzeit noch nicht offiziell fusioniert waren, ist mittlerweile zum fixen Bestandteil der Medienalltagssprache geworden und findet sich auch in einer Broschüre des Justizministeriums zur Kartellrechtsreform. Apropos Minister Böhmdorfer. Der begrüßte Florian Klenk


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