Auf dem Bauernmarkt

Seinesgleichen geschieht. Das neue ORF-Gesetz ist durch den Ministerrat. Öffentlichkeit bleibt dabei ein Unthema.

Vorwort | Armin Thurnher | aus FALTER 23/01 vom 06.06.2001

Letzte Woche passierte das ORF-Gesetz den Ministerrat, zusammen mit dem Privat-TV-Gesetz. Die am Privatfernsehen interessierte Öffentlichkeit quittierte dies mit eigenartigen Reaktionen. Die Kronen Zeitung, einst vehementeste Kämpferin für Privat-TV, entsetzte ein mitfieberndes österreichisches Publikum mit der Schlagzeile: "Vierte ORF-Reform - Würgegriff bleibt!", um es wenig später mit der Spitzenmeldung zu beruhigen, Generalintendant Weis kämpfe "wie ein Löwe" um den ORF.

Es ist schwer, in einer Atmosphäre die Ruhe zu behalten, in der von führenden Politikern Bauernmanifeste an Hausecken angeschlagen werden und in der ein Landeshauptmann abwechselnd im Skianorak der Nationalmannschaft und im Leiberl einer Fußballmannschaft auftritt, als deren Präsident er nebenbei agiert. Ich muss es aber doch versuchen. Gleich hier bitte ich Sie um Entschuldigung, falls ich mich wiederholen sollte.

Die Parallelität der Ereignisse ist beabsichtigt: Das ORF-Gesetz hat nicht zuletzt den Zweck,


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige