"Male-Streaming"

Universitäten. Die Alma mater bleibt weiterhin eine Männerinstitution, denn auf Frauen wirkt sich das neue Universitätslehrerdienstrecht besonders nachteilig aus.

Eva Flicker und Birgit Sauer | Vorwort | aus FALTER 23/01 vom 06.06.2001

Eine Reform des österreichischen Hochschulsystems ist aus mehreren Gründen dringend geboten. Nicht zuletzt wegen der Geschlechterfrage, denn nach wie vor zählen die hohen Schulen neben dem Militär, den Wiener Philharmonikern und der katholischen Kirche zu den ehernsten Männerinstitutionen unserer Gesellschaft. Der Männeranteil an Österreichs Universitäten beträgt bei Universitätsassistenten 66 Prozent, bei definitiv gestellten außerordentlichen Professuren 84 Prozent und bei Universitätsprofessuren 91 Prozent. Offenbar zählen also bei der Besetzung von Hochschullehrerstellen nicht nur Qualifikation und Leistung, sondern auch das Geschlecht bzw. die Zugehörigkeit zu einer akademischen oder auch politischen (Männer-)Seilschaft.

Gleichstellungspolitische Instrumente und der aktive Einsatz engagierter Kolleginnen konnten den Frauenanteil in den vergangenen Jahren langsam erhöhen. An der Universität Wien stieg er bei den Universitätsassistenzen zwischen 1985 und 2001 von 22

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