Habe Prinzhorn ermöglicht

Wirtschaft. Hannes Androsch, Milliardär und ehemaliger SPÖ-Finanzminister, über seine "glanzvolle" Finanz-politik, seine Hilfe für Prinzhorn, die Illegitimität der Bundesregierung und den Steuerakt Berlusconis.

Politik | Gerald John und Eva Weissenberger | aus FALTER 23/01 vom 06.06.2001

Eigentlich müsste Hannes Androsch dem blauen Wirtschaftsmagnaten Thomas Prinzhorn dankbar sein. Mit dilettantischen Manövern hat die blaue Clique vielen Unternehmen der staatlichen ÖIAG-Holding negative Schlagzeilen beschert (siehe Seite 10). Schlecht für die Börsenkurse, möglicherweise gut für Androsch. Denn der 63-jährige Milliardär trat schon früher, etwa bei den Salinen, als Käufer staatlicher Restbestände auf. Nun gelüstet Androsch nach mehr: dem erfolgreichen Edelstahlproduzenten Böhler-Uddeholm.

Als Großeinkäufer bewies Androsch bisher Instinkt: Der Erwerb des Leiterplattenherstellers AT&S erwies sich als äußerst lukratives Geschäft. Die Bilanzen über seine frühere Rolle als Finanzminister unter Bundeskanzler Bruno Kreisky hingegen fallen - nicht nur, weil Androsch wegen Steuerhinterziehung verurteilt wurde - zwiespältig aus. Einerseits kurbelte er mit keynesianischer Budgetpolitik die Wirtschaft an und hielt die Arbeitslosenzahlen niedrig. Dafür nahm er andererseits

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