Wird Salzburg Seattle?

Demo. Globalisierungsgegner mobilisieren gegen den Gipfel des "World Economic Forums" in Salzburg. Die Polizei befürchtet "Chaostage" in der Mozartstadt.


Nina Horaczek
Politik | aus FALTER 23/01 vom 06.06.2001

Widerstand! Widerstand!", wird es am 1. Juli durch Salzburgs Straßen schallen. Diesmal wird jedoch nicht gegen SchwarzBlau, sondern gleich gegen das vermeintlich Böse in der Welt geschrien: Vom 1. bis 3. Juli wird die Mozartstadt als Tagungsort des "World Economic Forum" (WEF) zum internationalen Treffpunkt von Politikern, Wirtschaftsexperten und Vertreter internationaler Konzerne von Nike bis zu General Motors. Rund zwanzig Staatschefs werden erwartet, darunter der russische Präsident Vladimir Putin und der deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder.

Drei Tage lang sollen Themen wie EU-Erweiterung, Immigration, Innovation und europäische Konkurrenzfähigkeit diskutiert werden.

Dass der Gipfel nicht ungestört ablaufen wird, dafür möchten verschiedene linke Gruppen sorgen, die österreichweit zu einer Demonstration gegen das WEF-Treffen mobilisieren. Unter dem Motto "Menschen vor Profite" soll den Gipfel-Teilnehmern gezeigt werden, dass es Menschen gibt, die mit der vom WEF praktizierten

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