Volle Konzentration

Privatradio. Zuerst waren es Zeitungen, dann Magazine, nun droht die nächste Medienkonzentration. Mitte Juni werden die Privatradiolzenzen neu vergeben. Kleinere Mitbewerber warnen vor der Übermacht des WAZ-Konzernes Noch ist es nicht zu spät.

Medien | Florian Klenk | aus FALTER 23/01 vom 06.06.2001

Vor wenigen Tagen hat Florian Novak sein Jus-Studium beendet. Mit einem Vierer in Handelsrecht. Eigentlich unfair, denn mit Gesellschaftsrecht kennt sich der 26-jährige Radiopionier ganz gut aus. In den letzten Tagen hat der Radio-Energy-Gesellschafter ein kleines feines Diagramm gezeichnet, das er gerne aus der Tasche zieht, um "endlich diesen Wahnsinn zu illustrieren". Denn, so Novak: Der deutsche WAZ-Konzern, der an Krone (zu 50 %) und Kurier (zu 49,41 %) beteiligt ist, beherrsche mittlerweile nicht nur den österreichischen Tageszeitungsmarkt, sondern baut sich ein kleines Privatradioimperium auf. Über gefinkelte handelsrechtliche Konstruktionen und Privatstiftungen können die Krone-und-Kurier-Miteigentümerinsbsondere im Wiener Raum auf drei Privatsender wirtschaftlichen Einfluss (Krone Hitradio, 92,9 HitFM und 88,6 Der Musiksender) ausüben. Der WAZ-Sohn Kurier ist zu 37 Prozent Miteigentümer des Krone Hitradio, die WAZ-Tochter Krone hält - noch - 26 Prozent der Anteile


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige