Entflechtwerk?

Analyse. Böhmdorfers neues Kartellgesetz könnte Formil entflechten. Die "profil"-Redaktion bekommt eine Waffe gegen allzu aufdringlichen Fellnerismus.


Florian Klenk
Medien | aus FALTER 23/01 vom 06.06.2001

Schon der Ort der Präsentation war merkwürdig. Nicht im Justizministerium, sondern ausgerechnet im Presseclub Concordia, dem Verband der Journalisten, präsentierten Justizminister Dieter Böhmdorfer (FPÖ) und Wirtschaftsminister Martin Bartenstein (ÖVP) ihr neues Werk. Wollen die beiden den Medien ein Stück entgegenkommen? "Wir sind guter Dinge", frohlockten sie. Aus einem grauen Karton zog Böhmdorfer dann sein Werk: das neue Kartellgesetz. Es enthält saftige Ohrfeigen für die Sozialpartner, eine Rute für Wolfgang Fellner und ein paar Mal das Wort "Medienvielfalt". Viel ändern wird sich nicht.Der Formil-Konzern wird nicht zerschlagen, die Mediaprint nicht entflochten. Doch die Redakteure des profil können sich ein bisschen wehren. Soferne sie es wollen.

Ende des vergangenen Jahres schluckte News das profil. Sozialpartner und Regierung sahen tatenlos zu. Erst eine Richterin am Kartellgericht bekam Bedenken und leitete ein Prüfungsverfahren ein. An diesem Verfahren waren die Sozialpartner

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