Presseschau

Medien | Eva Weissenberger | aus FALTER 23/01 vom 06.06.2001

Teddy Kollek, der aus Wien stammende ehemalige Bürgermeister von Jerusalem, feierte Ende Mai seinen 90. Geburtstag. "Selbstverständlich eilten Altbürgermeister Helmut Zilk und sein Alter Ego Kurt Scholz ins gelobte Land, um ,dem lieben Freund Teddy' die Urkunde über die Ehrenbürgerschaft der Stadt Wien zu überreichen", schrieb News und zitierte Zilk: "Ein Handdruck vom Teddy Kollek hat viel zur Heilung der Wunden beigetragen, die dem Kurt zugefügt wurden." Andere Wunden sind nicht verheilt. In der aktuellen Ausgabe des jüdischen Magazins Tacheles aus Zürich redet Kollek- eben Tacheles: Auf die Frage, was ihn heute noch mit Wien verbinde, sagt er: "Sehr wenig. Vor einigen Jahren haben meine Frau und ich die Stadt besucht, und da bin ich zu dem Haus gegangen, in dem ich vor dem Krieg gewohnt habe, um die Leute zu besuchen, die heute dort leben. Die Bewohner hatten ein sehr unangenehmes Gefühl, als wir aufgetaucht sind." Warum? "Es standen noch dieselben Möbel meiner Eltern in der Wohnung wie zu der Zeit, da wir dort gewohnt hatten. Muss ich Ihnen nun erklären, warum sie sich unangenehm gefühlt haben?"


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