Kommentar - Kunsthalle: Prosecco oder Pommes?


Matthias Dusini
Kultur | aus FALTER 23/01 vom 06.06.2001

"Die Frage ist, welche Gegenstrategien zur Mac-Guggenheimisierung der Museumslandschaft wir finden können", definiert Kunsthallen-Direktor Gerald Matt im Falter-Gespräch den Kampfauftrag seiner Institution. Keine Angst: Guggenheim ist nicht McDonald's. Wer in Ruhe einen leckeren Burger essen möchte, muss nicht damit rechnen, dass hinter ihm eine Klanginstallation ausbricht oder seine soeben gefüllte Mundhöhle für eine interaktive Multimediainstallation gefilmt wird.

Auch die Kunsthalle Wien ist keine McDonald's-Filiale, selbst wenn der eine oder andere Adorno-Leser sie für eine spätkapitalistische Ausfransung der Kulturindustrie halten mag. Die Fastfood-Metapher verfehlt die Problematik von Kunstinstitutionen, die in unserer lustigen Erlebnisgesellschaft nach stärkeren Stimulanzien suchen müssen. Eher schon erlaubt der Vergleich zwischen dem alten und dem neuen Kunsthallen-Cafe, die Sache auf den Punkt zu bringen: Das wunderbar urbane Cafe am Karlsplatz zog und zieht bei weitem

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