Lebt und arbeitet in Wien

Museumsquartier. Die Kunsthalle feiert ihre Übersiedlung ins MuseumsQuartier mit einer barocken Eröffnungsparty. Ob Kunsthallen-Direktor Gerald Matt einer schicken "Light-Kunst" Vorschub leistet oder sperriger zeitgenössischer Kunst zur Popularität verhilft, ist umstritten.

Kultur | Matthias Dusini und Klaus Nüchtern | aus FALTER 23/01 vom 06.06.2001

Gerald Matt geht gerne zum Friseur. Die Haare waren schon einmal deutlich länger, aber seit seinem 16. Lebensjahr trägt er sie kurz. Es ist also nur konsequent, dass Menschen, die den Leiter der Wiener Kunsthalle in seinem Büro im barocken Fischer-von-Erlach-Trakt des MuseumsQuartiers (MQ) besuchen, auf einem von zwei Friseurstühlen Platz nehmen können. Die zwei stahlschweren Sitzgelegenheiten aus einer anderen Epoche würden gut nach Havanna passen. Im Unterschied zu dem nicht weniger massiven Ventilator, der als eines von Dutzenden ausgewählten Objekten mit kalkulierter Nachlässigkeit in dem ziemlich abgewohnt wirkenden Zimmer platziert wurde, stammen die Stühle aber nicht aus Kuba, sondern aus Matts Heimatstadt Bregenz, wo er im November 1958 geboren wurde - "eine Woche vor Abschluss der kubanischen Revolution", wie Matt hinzufügt.

Gerald Matt ist eine der am häufigsten fotografierten Personen des Wiener Kulturbetriebes diesseits von Teilzeit- oder Vollzeit-Adabeis wie Ernst


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