Flach ist schön

Film. Das Queer Film Festival identities präsentiert eine abwechslungsreiche Schau von Filmen, die Lebensentwürfe abseits heterosexueller Normiertheit thematisieren.

Kultur | Michael Loebenstein | aus FALTER 23/01 vom 06.06.2001

Whatever happened to Queer Cinema?", titelte im März 2000 die britische Filmzeitschrift Sight & Sound. Eine bange Frage: Stand dahinter doch die Vermutung, dass ein alternatives, nicht der Repräsentation normativer, heterosexueller Lebensentwürfe verschriebenes Filmschaffen schon längst von einer zunehmend flexibel agierenden Unterhaltungsindustrie vereinnahmt worden wäre. Aber was ist das überhaupt, "Queer Cinema"? Eine eingängige Artikelbezeichnung für die Filme so unterschiedlicher Autoren wie Derek Jarman, Todd Haynes, Gus Van Sant, Monika Treut und anderer? Oder gar ein ausgearbeiteter, definierter Kanon von Motiven, Sujets und formalen Gestaltungskriterien?

Weder noch, aber auch ein bisschen von beidem, behaupten die Organisatorinnen von DV8-Film, dem mittlerweile zum dritten Mal stattfindenden Queer Film Festival "identities". Nach einer durch ausbleibende Finanzierungszusagen verursachten Zwangspause von einem Jahr präsentiert das Festival diesen Juni erneut eine Woche lang


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige