Da ist was im Busch/Was ist denn eine Buschenschank? Nur Eigenbauwein

Stadtleben | aus FALTER 23/01 vom 06.06.2001

Der Name Buschenschank kommt von über dem Eingang ausgehängten Föhren-, Tannen-, oder Fichtenbuschen. Nicht alles, wo Wein ausgeschenkt wird, ist gleich eine Buschenschank. Geregelt wurde das erstmals in dem von Kaiser Josef II. 1784 erlassenen Buschenschankgesetz, das in seinen Grundzügen auch heute noch Gültigkeit hat. Ausschließlich Eigenbauwein darf in den Schenken serviert werden, Alkoholfreies ist neben Traubensaft auf Soda- und Mineralwasser oder Kracherl beschränkt. Im Buffet dürfen eigentlich nur kalte Speisen angeboten werden, mit der so genannten Heurigenbuffetkonzession kann auch Warmes, wie etwa Geflügel, Geselchtes etc. serviert werden. Die über dem Eingang ausgesteckten Buschen kennzeichnen übrigens auch, wann eine Buschenschank geöffnet hat - "Ausgsteckt is!", heißt es dann. 135 "echte" Buschenschanken gibt es in Wien, das mit etwa 700 Hektar Anbaufläche die einzige Millionenstadt mit einem nennenswerten Weinbaugebiet ist. Der überwiegende Teil der Rebflächen liegt auf der rechten Donauseite an den Hängen des Kahlen- und Leopoldsberges, bekannte Weinorte sind hier Grinzing, Nußdorf, Sievering, Neustift, Heiligenstadt und das Kahlenbergerdorf. Im Süden Wiens gibt es einige Buschenschanken in Mauer und Oberlaa. Jenseits der Donau findet man in Stammers- und Strebersdorf zahlreiche Weingärten. In Stadtnähe gibt es auch viele feine Weindörfer rund um den Bisamberg (s.o.), die mit Fahrrad oder Bus ganz einfach zu erreichen sind.


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