Ciao, ciao, Serafino

Neues Lokal. Ein ruheloser Italiener ging nach London, eine ruhelose Wirtin übernahm seinen Laden am Alsergrund.

Stadtleben | Florian Holzer | aus FALTER 23/01 vom 06.06.2001

Wenn man sichs verbessern kann, warum nicht? Seine Mutter und sein Bruder hätten da in London was Großes aufgebaut, berichtet Ingeborg Treiber, und deshalb hätte der Serafino Trabelsi letztendlich gar nicht anders können als zur Unterstützung der Verwandtschaft nach London zu gehen. Was natürlich ein bisschen schade ist, weil der Serafino schon einer von den guten Italienern war, bei denen etwa ein Unterschied zwischen weißem Gummi und Mozzarella di Bufala gemacht wurde. So wirklich bedankt wurde ihm das aber nie, von einer Schar treuer Stammkunden abgesehen, fand kaum wer den Weg ins Labyrinth der Alsergrunder Einbahnen. Und das, obwohl es Trabelsi wahrlich nicht an Mühe fehlen ließ, das ehemalige Grindbeisl zu einem adretten Ristorante umbaute, den Gang durch die Institutionen zur Bewilligung eines Schanigartens nicht scheute und die vielleicht beste Pizza der Stadt backen ließ.

Ingeborg Treiber, die während der letzten 15 Jahre im legendären Schwarzen Cafe versucht hatte,


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