Beruhigter Augarten

Restaurierung. Hundeklo, Fußballplatz und Liegewiese: Die historischen Anlagen im Augarten sind nicht mehr der barocke Prachtgarten, der sie einmal waren. Jetzt soll die Parkachse zwischen Flakturm und Porzellanmanufaktur zur Touristenattraktion ohne Hundehaufen und Sonnenanbeter umgestaltet werden.

Stadtleben | Julia Ortner | aus FALTER 23/01 vom 06.06.2001

Manchmal kann Gerd Koch den kleinen Fußballern gar nicht zuschauen. Wenn sie auf dem Rasen herumtrampeln. Auf seinem schönen Rasen. Dem besten Rasen des Augartens direkt beim runden Flakturm, dort wo früher das Herzstück des barocken Prachtgartens war. "Da fragt man sich dann schon, wofür man sich bei der Pflege so abmüht", meint der Augarten-Verwalter und schüttelt den Kopf. Vom 360 Jahre alten barocken Prachtgarten, den Kaiser Josef II. 1775 für das Volk geöffnet hat, ist rund um den Flakturm wenig übrig geblieben: Statt edler Blumeninseln und unberührtem Rasen haben Hunde, Sonnenanbeter und Fußballspieler die Wiesen zwischen großem Flakturm und Porzellanmanufaktur am anderen Parkende erobert.

Jetzt soll diese einstige Repräsentationsachse wieder das werden, was sie einmal war: eine tadellose barocke Anlage samt edlem Rasen und kunstvollen Blumenbepflanzungen. Ein Vorzeigepark für Touristen und Schöngeister. Hunde, Sonnenanbeter und Fußballspieler passen da nicht ins historische


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige