Buena Vista Socialist Club

Musik & POLITIK Der Buena-Vista-Social-Club-Hype ist vorbei. Zeit, einmal über den politischen Hintergrund kubanischer Musik nachzudenken.

Spezial | CHRISTOF SPÖRK | aus FALTER 24/01 vom 13.06.2001

Drei Jahre ist es schon wieder her. Da wurden ein paar alte Herren aus Kuba über Nacht zu Weltstars - Compay Segundo, Ruben Gonzalez, Ibrahim Ferrer und ihr Buena Vista Social Club schlugen ein wie eine Bombe, pardon wie ein Molotowcocktail. Warum, konnte bis jetzt noch niemand schlüssig erklären. Vielleicht, weil die technoverbrannte Erde der späten Neunzigerjahre eben der richtige Boden für die Wiedergeburt der kubanischen Tanzmusik aus den Vierziger- und Fünfzigerjahren war. Vielleicht, weil sich zwei V-Männer der innovationsgesättigten westlichen Unterhaltungsbranche - namentlich Ry Cooder und Wim Wenders - der Sache angenommen hatten. Vielleicht aber auch nur, weil Kuba halt gerade in war.

Ist auch egal, warum. Fest steht, dass heute "Buena Vista Social Club" auch jene Zeitgenossen aussprechen können, die nicht genau wissen, welche Sprache man auf Kuba eigentlich spricht. Fest steht, dass beinahe jeder halbwegs gebildete Österreicher, vom einfachen Gutmenschen bis hin zum


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige